Was macht eine Personalvermittlung und wann macht es Sinn, eine einzusetzen? Welche Arten von Personalvermittlung und welche Vor- und Nachteile gibt es? Wir beantworten Dir alle Fragen zum Thema. 

Die Personalvermittlung beschreibt die Dienstleistung, potenzielle Arbeitnehmer an Unternehmer bzw. Arbeitgeber zu vermitteln. Der Personalvermittler ist also Schnittstelle zwischen den Unternehmen und Bewerbern und übernimmt viele Teile der Kommunikation und Koordination des Recruiting-Prozesses. Auf Seite der Unternehmen spricht man von Personalvermittlung, auf Seite der Arbeitnehmer spricht man eher von Arbeitsvermittlung, beide Begriffe beschreiben den gleichen Prozess, nur aus unterschiedlicher Position. Die Personalvermittlung beschäftigt sich sowohl mit den Bereichen der Direktvermittlung als auch der Arbeitnehmerüberlassung. 

Vorgehensweise Personalvermittlung 

Die Vorgehensweise läuft in den meisten Fällen folgendermaßen ab: Ein Unternehmen tritt an die Personalvermittlung heran, mit dem Auftrag einen Mitarbeiter für eine bestimmte Stelle zu finden. Daraufhin macht der Personalvermittler sich daran, in seiner Datenbank sowie mit weiteren reichweitenstarken Recruiting-Techniken einen passenden Kandidaten zu suchen und finden. Sobald er passende Kandidaten für die Stelle identifiziert hat, stellt er sie dem Unternehmen vor und hilft bei der Koordination weiterer Kommunikation sowie der Vorgehensweise im RecruitingProzess bis hin zum erfolgreichen Vertragsabschluss der beiden Parteien. 

Im Normalfall übernimmt das Unternehmen bzw. der Arbeitgeber die Kosten einer Personalvermittlung, da dieser den Auftrag zur Mitarbeitersuche gegeben hat. Handelt es sich um eine Arbeitsvermittlung, bei der der Arbeitnehmer den Auftrag zur Arbeitssuche selbst gegeben hat, muss der Arbeitnehmer die Kosten tragen. 

Diese Aufgaben übernimmt ein Personalvermittler: 

  1. Erstellung von Anforderungsprofilen der Unternehmen
  2. Erstellung von Fähigkeitsprofilender Arbeitnehmer 
  3. Matchingvon Anforderungsprofil und Fähigkeitsprofil 
  4. Bewerberauswahl
  5. Kommunikation und Koordination

Wann macht es Sinn, eine Personalvermittlung zu beauftragen? 

Es gibt viele Gründe, warum Unternehmen sich an eine Personalvermittlung wenden:

  1. Zum einen kann es schlicht und einfach daran liegen, dass innerhalb des Unternehmens nichtdie Kapazitäten vorhanden sind, um eine Stelle erfolgreich zu besetzen, da die HR-Abteilung bereits mit allen anderen Aufgaben ausgelastet ist.
  2. Zum anderen fehlt es oftmals auch an dem notwendigen Know-how, um eine Stelle so zu besetzen, dass die Fachabteilung am Ende glücklich ist. 
  3. Ein Faktor, der ebenfalls nicht vernachlässigt werden kann, ist die aktuelle Situation des Arbeitsmarkts, die es nicht leicht macht,passende Fach- und Führungskräfte für sein Unternehmen zu gewinnen, hier kann eine spezialisierte Personalvermittlung helfen.

Welche Arten von Personalvermittlung gibt es? 

Bei der Personalvermittlung gibt es vor allem zwei relevante Vermittlungsverhältnisse: die Direktvermittlung und die Arbeitnehmerüberlassung. 

Eine Direktvermittlung besteht, wenn der Arbeitnehmer direkt an einen Arbeitgeber für eine Stelle vermittelt wird. Im Gegensatz dazu steht die Arbeitnehmerüberlassung. Hier wird der Arbeitnehmer von einem Arbeitgeber an einen Dritten für einen bestimmten Betrag und Zeit überlassen, dieses Arbeitsverhältnis ist auch als Leiharbeit bekannt. Das bedeutet, dass der Arbeitnehmer offiziell bei der Personalvermittlung angestellt ist und dem Dritt-Unternehmen nur zeitweise als Arbeitskraft überlassen wird.  

Vorteile und Nachteile einer Personalvermittlung 

Eine Personalvermittlung als Schnittstelle zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist für beide Parteien sehr vorteilhaft: Schließlich kommuniziert sie alle Informationen transparent in beide Richtungen und steht somit allen Beteiligten als qualifizierter Ansprechpartner zur Seite, der beide Interessen neutral vertreten kann. 

Nachteile können, wenn überhaupt, nur für den Arbeitsmarkt entstehen. Insbesondere bei der Arbeitnehmerüberlassung zeigt sich das Problem veralteter Arbeitsstrukturen, im Rahmen deren Zeitarbeiter bzw. Mitarbeiter, die nur für eine kurze Zeit und bestimmte Projekte im Unternehmen arbeiten, ausgenutzt werden. Dieser Nachteil verändert sich jedoch durch neue gesetzliche Auflagen, die in diesen Arbeitsverhältnissen eingehalten werden müssen, Stück für Stück zum Positiven.