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ARBEIT 4.0

Arbeit 4.0, auch „New Work“ genannt, bezeichnet die Digitalisierung der Arbeitswelt. Dabei übernehmen Computer und Maschinen Aufgaben, die bisher von Menschen ausgeführt worden sind. In den Büros ist die digitale Arbeit mit Laptops, Smartphones und Tablets längst angekommen. Aber auch in der Produktion werden die Prozesse immer mehr automatisiert. Im Rahmen der Arbeit 4.0 ist es die Aufgabe der Mitarbeiter, die Maschinen zu programmieren, zu kontrollieren und bei Störungen einzugreifen. Ziel ist es dabei, die Technik so weit zu entwickeln, dass der Mensch nicht mehr im Unternehmen anwesend sein muss, sondern durch die Digitalisierung von jedem Ort der Welt und zu jeder Zeit seine Arbeitsleistung erbringen kann.

Selbst bei Tätigkeiten, die bisher Maschinen noch nicht übernehmen können, kommt Technik wie medizinische Roboter im OP zur Anwendung. Durch den Einsatz von „Künstlicher Intelligenz“ und selbstlernenden Algorithmen sind Computer mittlerweile in der Lage, komplexe Aufgaben selbstständig auszuführen und Prozesse sogar zu optimieren. Dabei sind Computer den Menschen sogar überlegen. Computer habe die Fähigkeit, große Datenmengen zu analysieren und daraus treffsichere Prognosen abzuleiten. Diese Technik wird beispielsweise im Bewerbungsprozess genutzt. Eine Software analysiert die Lebensläufe und Zeugnisse der Bewerber und unterbreitet einen Vorschlag, welcher Bewerber am besten auf die Stelle passt.

Auch wenn die Arbeit 4.0 sehr zum Fortschritt beiträgt, bringt sie ebenso neue Herausforderungen mit sich. Die Arbeitswelt verändert auch das Anforderungsprofil, welches die an die Mitarbeiter gestellt wird. Für die Programmierung der Computer und Maschinen werden zum Teil komplexe IT-Kenntnisse benötigt. Bereits jetzt schon herrscht in diesen Berufen ein Fachkräftemangel, der sich weiter verschärfen wird. Berufe für Geringqualifizierte fallen dadurch weg, weil ihre Tätigkeiten von Maschinen schneller und effizienter ausgeführt werden können. Das Mitarbeiterbild wird sich durch „New Work“ verändern. Die Mitarbeiter werden in Zukunft selbstständiger arbeiten und mehr Eigenverantwortung übernehmen. Damit die Beschäftigten mit der technischen Entwicklung mithalten können, ist es notwendig, dass sie anpassungsfähig sind und die Bereitschaft mitbringen, sich weiter zu entwickeln. Von den Führungskräften wird erwartet, dass sie einen kooperativen Führungsstil pflegen und ihre Mitarbeiter coachen und motivieren.

Eine zeitgemäße IT-Ausstattung ist für ein Unternehmen auch ein Kostenfaktor. Zudem wird damit das Thema IT-Sicherheit und Datenschutz immer wichtiger. Die Arbeit 4.0 soll es dem Beschäftigten ermöglichen, flexibel seine Arbeitsleistung erbringen zu können. Dadurch sind Dateien nicht mehr lokal gespeichert, sondern in Systemen, die auch von Hackern angegriffen werden können.

Wie wichtig die Arbeit 4.0 werden kann, zeigt die aktuelle Situation. Firmen, die digitalisiert sind, konnten ihre Mitarbeiter ins Home-Office schicken und ihre Arbeit weiter fortsetzen.

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